Hodenverdrehungen ( Hodentorsion )

Darunter versteht man eine plötzliche Verdrehung des Hodens um seine Längsachse (= Hodentorsion), die besonders bei Jugendlichen und Kindern im Rahmen von Sportaktivitäten oder nach einem Unfall auftreten kann.

Sie äußert sich in plötzlich auftretenden Schmerzen, die vom Hoden in die Leiste ausstrahlen und von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder einer Schwellung des Hodensacks begleitet werden.

Durch die Verdrehung des Hodens kommt es zum Absperren der Hodengefäße. Wird dies nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann es zu bleibenden Gewebeschäden des Hodens kommen.

Bei der Erkennung einer Hodenverdrehung stehen neben den genannten Symptomen eine Ultraschalluntersuchung des Hodens sowie eine dopplersonographische Beurteilung der Hodengefäße zum Nachweis des Blutflusses im Vordergrund. Die Behandlung besteht in der operativen Zurückdrehung des Hoden und in der Fixation (Orchidopexie), um eine Wiederholung der Torsion zu vermeiden.

Neben Hoden Entzündung

Langsam zunehmende starke Schmerzen am Hoden, begleitet von einer Schwellung und Rötung, sind typische Zeichen für eine Entzündung des Nebenhodens. Ihr liegt meistens eine bakterielle Entzündung im Rahmen eines Harnweginfektes oder einer Prostataentzündung zugrunde.

Um die Keime und die Entzündung nachweisen zu können, müssen Urin- und Samenproben analysiert werden. Neben schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten werden bei der Behandlung von Epididymitis auch Antibiotika eingesetzt.

Wasserbruch

Meist durch entzündliche Reaktionen ausgelöst, kommt es durch die Ansammlung von Flüssigkeit in den hodenumgebenden Gewebehüllen zu einer prallen, schmerzfreien Schwellung des Hodensacks, die langsam an Größe zunehmen kann.

Neben Entzündungen kommen aber auch Verletzungen, Tumoren oder eine angeborene Veranlagung als Ursache für einen Wasserbruch in Frage. Wird die Diagnose durch Ultraschall bestätigt, kann eine Hydrozele – wenn sie der Patient als störend empfindet – operativ entfernt werden.

Spermatozele

Darunter versteht man eine harmlose kleine Flüssigkeitsansammlung des Nebenhodens, Spermatozele genannt, die meist keine Symptome verursacht.

Die Diagnose kann durch eine Ultraschalluntersuchung gestellt werden.

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