Sklerosierungstherapie

Bei der Penisvenensklerosierung handelt es sich um ein spezielles Verfahren, dass von mir, in Verbindung mit Dr. Gozzi und den unten angegebenen Kollegen, weiterentwickelt wurde.

Die häufigste Ursache für Erektionsstörungen ist ein ungenügender Verschluss des Rückflusses aus dem Penis. Dabei fließt zu viel Blut aus dem Penis wieder in den Blutkreislauf ab und eine unzureichende oder zu kurz anhaltende Erektion ist die Folge.

Mit einer „kleinen“ Maßnahme, ein kurzer operativer Eingriff von ca. 20 Minuten in örtlicher Betäubung, wird versucht, den Blutabfluss aus dem Penis zu reduzieren und somit die normale Erektionsfähigkeit wieder herzustellen.

Im ersten Schritt der Operation wird über einen kleinen, circa 1,5 bis 2 cm langen Schnitt die Hauptvene des Penis aufgesucht.

Anschließend wird eine feine Kanüle in diese Vene eingeführt und über ein Röntgenbild die Venensituation im Becken dargestellt.

Danach wird ein Mittel in diese Vene eingespritzt, das zur Verringerung des Durchmessers dieser Vene führt.

Die beiden Röntgenbilder sollen exemplarisch die Situation vor und nach der Sklerosierung demonstrieren.

In der Nachbeobachtungszeit konnte ein hoher Erfolg (heißt Geschlechtsverkehr ohne zusätzliche Medikation oder Hilfsmittel möglich) erreicht werden. In weiteren 14% der Fälle konnte zumindest ein Teilerfolg mit Reduktion der benötigten Medikamente erreicht werden. Der ermittelte mittlere IIEF-Score (Beschwerden Fragebogen Sexuelle Gesundheit) stieg von 38 auf 72 Punkte an. Ob und wann eine solche Maßnahme für den einzelnen Patienten in Frage kommt ist von der Art und Ausprägung der Erektionsstörung abhängig. Eine entsprechende Beratung und Untersuchung kann gerne in meiner Sprechstunde erfolgen.